Die Funktionalität von Empathie

Das Thema Empathie kann durchaus polarisieren. Während viele Menschen der Ansicht sind, dass ein Mehr an Empathie den Alltag sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext besser machen würde, haben nicht wenige Menschen Bedenken, dass es Situationen gibt, in denen ein zu viel an Empathie zu Handlungsunfähigkeit führt: »Lieber Polizist, wie fühlen Sie sich mit dem Befehl, den gerade auf die Reisegruppe zustürmenden Terroristen zu erschießen? Nicht gut? Dann müssen wir darüber reden!«

Dies ist natürlich ein extremes Beispiel welches in dieser oder anderer Form angeführt wird, um zu zeigen, dass Empathie Prozesse verlangsamt, Entscheidungen unmöglich macht und durch die Fokussierung auf die emotionale Ebene rationales Denken behindert. In diesem Beitrag sollen einige wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich Empathie angesprochen werden. Dafür möchte ich schärfer umreißen, was Empathie bedeuten kann und die Funktionalität von Empathie aufzeigen – im biologischen wie professionellen Kontext.

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Empathie 3.0 – ein Ausweg aus dem „Empathie-Paradoxon“?

„Empathie“ ist heute in aller Munde und daher in der Wirtschaftswelt und darüber hinaus auf dem Vormarsch. Immer mehr Studien weisen nach, dass empathische Mitarbeiter[1] und vor allem Führungskräfte einen hohen wirtschaftlichen Mehrwert für ihre Betriebe mit sich bringen. Doch obwohl die Forderungen nach mehr Empathie und Empathieförderung immer lauter werden, ist bezüglich der praktischen Umsetzung ein allgemeiner Rückgang von Empathiefähigkeit zu beobachten – das „Empathie-Paradoxon“. Sogar eine zunehmende Dominanz „anti-empathischer“ Werthaltungen lässt sich vor allem im Top Business beobachten. Studien belegen sogar, dass ein enormer Anteil an Führungskräften psychopathisch – sprich: frei von jeglichem Mitgefühl und Reue – einzuordnen ist. Ein wesentlicher Grund für diesen Trend: Der zunehmende Dauerstress der Leistungs- und Konsumgesellschaft, der sich in der steten Zunahme psychischer Erkrankungen, wie z.B. Burn Out, zeigt und hochgradig „empathiehemmend“ wirkt. Der gegenwärtig vorherrschende Empathiebegriff stößt an seine Grenzen. Kann ein neues, im Entstehen begriffenes, Empathieverständnis einen dialektischen Ausweg aus dem Empathie-Paradoxon liefern?

[1] Aus vereinfachungstechnischen Gründen verwende ich die männliche Anrede und verstehe sie stets, wenn nicht anders angegeben in neutraler Hinsicht.

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