Empathie - mal ganz politisch: Engagiert für eine intakte und gerechte Welt

Ich finde, wir sind es unserer Würde, unserem Verstand und unseren nachfahren schuldig, eine bessere Welt zu hinterlassen als wir vorgefunden haben. Dies ist jedoch zur Zeit nicht hinreichend der Fall. Wir erleben zeitgleich und weltweit Finanzkrisen, Umweltkrisen, Energiekrisen und Demokratiekrisen. 

Die Herausforderung besteht darin, mit dem klar zu kommen, was die Natur uns bietet und soviel davon zu hinterlassen, dass auch die Menschen nachuns in Sicherheit zufrieden leben können. 

Es kann nicht sein, das Konsumismus, organisierte Rücksichtslosigkeit, Wirtschaftssysteme mit exponentiellen Wachstumszwang, verantwortungslose Schuldenpolitik, leistungslose Geldanhäufung, Handel ohne Moral und würdelose Sozialhilfe all die Errungenschaften der Demokratie, Menschenrechte und Humanität missachten und unseren Nachkommen Schulden- und Abfallberge sowie Autokratien hinterlassen.

Solange das Pflegen von Maschinen mehr Anerkennung geniesst als das Pflegen von Menschen und wir mehr Erde verbrauchen als regenerierbar ist, sindwir unserer Verantwortung nicht gerecht geworden. Wir müssen wieder lernen, die Menschen mehr zu schätzen als die Dinge. Den niemand kann ohne wohlgesonnene Mitmenschen aufwachsen und auf Dauer sicher und zufrieden leben. 

Wenn wir weiterhin gewissenlos handelnden Märkten und menschenverachtenden Kulturen freien Lauf lassen, dann opfern wir den allgemeinen Wohlstand dem Gewinn- und Machtstreben einer Minderheit und befördern letztlich die Selbstzerstörung des heutigen Wohlstandssystems.

Es geht mir um die Zukunft gewissenhafter Bürger in einem vereinigten Europa als Modell einer gerechten Gesellschaft.

Herbert Haberl