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EmpathieBlog

Rezension: Karim P. Fathi: Integrierte Konfliktbearbeitung im Dialog

Sek EmpathieAkademie

Karim P. Fathi: Integrierte Konfliktbearbeitung im Dialog

Cover

Karim P. Fathi: Integrierte Konfliktbearbeitung im Dialog. Der integrale Ansatz als Bindeglied unterschiedlicher Methoden. Tectum-Verlag (Marburg) 2011. 369 Seiten. ISBN 978-3-8288-2801-8. D: 29,90 EUR, A: 29,90 EUR, CH: 37,10 sFr.

[Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag / Reihe Sozialwissenschaften] Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag, Reihe Sozialwissenschaften - Band 49.

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Thema

Auf der Basis des integralen Ansatzes von Ken Wilber arbeitet Karim P. Fathi in dieser Dissertation an der Einordnung von Methoden und Erkenntnissen der dialogischen Konfliktbearbeitung. Ein durchaus spannendes, wichtiges Thema, denn Streit und Konflikte entstehen ja nicht nur aus gegensätzlichen Positionen heraus (was man als naturgegeben fast voraussetzen kann), sondern durchaus selbst und auch da, wo die beteiligten Menschen und Parteiungen zwar im Ziel sogar einig wären, aber verschiedenen Lösungswege je bevorzugen und allzu oft hier eine gemeinsame (und auch gemeinsam gewünschte) Lösung an den verschiedenen Haltungen zu scheitern droht. Im Rahmen seines Masterstudiums der „Friedens und Konfliktforschung“, hat Karim P. Fathi dieses Anliegen der Zusammenführung verschiedener Lösungswege und Lösungsvorstellungen im Zuge einer integrativen Konfliktlösung zu einem der Schwerpunkte seiner Arbeit gemacht. Ein Ansatz, der vor allem dort zum tragen kommt, wo zwar unterschiedliche und zum Teil durchaus auch ganz andersartige Lösungswege für ein Problem im Raume stehen, erkennbar aber ist, dass diese sich nicht grundsätzlich ausschließen, sondern „nur“ den Weg zu einem gemeinsamen, integrierten Lösungsansatz bisher nicht gefunden haben. So kann man Fathi durchaus in seiner Grundannahme folgen, dass „im Zeitalter der Globalisierung die Konfliktbewältigung zu einer der wichtigen Kompetenz wird, sowohl im Alltag, als auch in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur“.

Autor

Karim P.Fathi studierte in Marburg Friedens- und Konfliktforschung und hat sich durch eine Vielzahl von Absagen und abwehrenden Haltungen das Thema seiner Dissertation betreffend nicht entmutigen lassen, sondern die „Integrative Konfliktlösung“ als Dissertation letztendlich vorgelegt.

Aufbau und Inhalt

Der philosophischen Grundannahme folgend, dass „Ganzheitlichkeit“ und damit „Metatheoriebildung“ notwendig ist, legt Fathi zunächst seine theoretischen Grundannahmen dar (eine Schlüsselrolle kommt der Epistemologie zu, ergänzt durch Heuristik als Regelbildung und Praxelogie, um das strategisch-operationale Kerninteresse als Intervention in den Mittelpunkt des Interesses mit zu rücken).

Das im Gesamten der Dialog (besser: der methodisch strukturierte Dialog) die zentrale Methode der integrativen Konfliktbewältigung darstellt, dürfte offenkundig sein und so legt es Fathi im Buch auch dar. Die „Integration von Methoden der dialogischen Konfliktbearbeitung“ ist somit in der Breite der Methoden (hier Konflikttransformation, Konfliktmanagement, Konfliktlösung) ausschließliches Forschungsfeld der Dissertation.

In der methodischen Struktur legt Fathi zunächst Analysestrategien vor (Map-Making, kritischer Diskurs, Offene Modellierung, Deduktion und Induktion und unterteilt sodann in die erwähnten Bereiche der Metatheoriebildung in Form von „Epistemologischer Integration“, „Heuristische Integration“ und „Praxelogische Integration“, nachdem er in einem ersten Teil fundiert und breit die für ihn wesentlichen Ansätze der konstruktiven Konfliktbearbeitung vorgestellt hat. Hier führt er ein in das Konfliktmanagement nach F.Glas, stellt „Transcend“ nach J.Galtung vor, ebenso wie die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach M.Rosenberg und die Konfliktbewältigung im Buddhismus. Das „Psychodrama“ nach Moreno findet in diesem ersten Teil ebenso seinen Platz wie die „Systematische Strukturaufstellung“ nach Varga, Kibed und Sparrer. Abgeschlossen wird dieser darstellende Teil zum einen durch einen Blick auf die „prozessorientierte Konfliktarbeit“ nach Arnold Mindell und (in sehr breiter Darstellung) dann das integralen Ansatzes nach Ken Wilber.

Den Hauptteil der Arbeit bildet im Folgenden die metatheoretische Integration der verschiedenen Konfliktbearbeitungsstrategien in ihren jeweils dialogischen Vollzügen und in Betrachtung jener Schnittstellen und Teilmengen, die als gemeinsame Basis eines integrierten Ansatzes dann herausgearbeitet werden können.

Ein knappes und essentielles Fazit schließt die Dissertation ab.

Diskussion

Im Rahmen einer Vielfalt der Ansätze und einer durchaus bobachtbaren Unübersichtlichkeit der Herangehensweisen in der Friedens- und Konfliktforschung gelingt Fathi durchaus überzeugend zunächst eine übersichtliche und nachvollziehbare Darstellung der wesentlichen dialogischen Konfliktbewältigungsstrategien, die auch die Unterschiedlichkeiten durchaus zur Geltung bringt. Wenig gemein zunächst hat der Buddhismus mit Psycho-Soziodrama oder Systemischer Strukturaufstellung. Durch den starken Rückgriff auf die Arbeiten Wilbers aber gelingt es Fathi in methodisch sauberen Schritten, die dialogischen Essenzen der verschiedenen Strategien herauszufiltern und in einen gemeinsamen, integrativen Rahmen zu setzen.

So darf im Gesamten die Darstellung und der methodische Weg des Nachweises als gelungen eingeordnet werden, dass eine (wirklich) ganzheitliche Konfliktbearbeitung sowohl kurzfristige und nachhaltige Methoden, rationale und spirituelle Techniken, allgemeine und spezifische, komplexe und simple Perspektiven sowie umfassende (und wirksame) Kategorien zu berücksichtigen Hat. Ein Anspruch, der durch die saubere Zusammenführung und auf Basis vor allem der Dialog-Orientierung der diversen Ansätze durchaus in der er Praxis Chancen auf Erfolg hätte. Gleichwohl weist Fathi ebenso nach, dass eine „Theorie von Allem“ umgehend an ihre Grenzten stoßen würde, es gilt somit, aus den verschiedenen Ansätzen jene Methoden und Interventionsmöglichkeiten in einem dynamischen Prozess herauszufiltern, die für konkrete Aufgabenstellungen und Konflikte integrativ die besten Voraussetzungen für eine Lösung in sich tragen.

Fazit

Nicht erst angesichts der auch kulturellen Herausforderungen der Globalisierung, auch in kleineren gesellschaftlichen Bezügen, wie auch in bereits lang anhaltenden, „festgefahrenen“ Konflikten kann die Arbeit Fathis als Basis für ein anderes Denken und neue, andere methodische Herangehensweisen dienen, die vor allem in ihrer integrativen Leistung in der Lage wäre, die verschiedenen Lösungspositionen der beteiligten Parteiungen einerseits nicht grundsätzlich in Frage zu stellen und andererseits methodisch unter Hinzunahme dritter und vierter Konfliktbewältigungsstrategien einer gemeinsam zu entwickelnden Lösung auf breiter Basis zuzuführen. Ein durchaus fundierter und für de weitere Diskussion fruchtbarer Ansatz.

Rezensent
Pfarrer Michael Lehmann-Pape
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Zitiervorschlag
Michael Lehmann-Pape. Rezension vom 11.07.2012 zu: Karim P. Fathi: Integrierte Konfliktbearbeitung im Dialog. Tectum-Verlag (Marburg) 2011. 369 Seiten. ISBN 978-3-8288-2801-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/13507.php, Datum des Zugriffs 17.07.2012.

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